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Partnergemeinden

Die Kirchengemeinde Pinnow unterhält Partnerschaften zu drei Kirchengemeinden:

 

Roßtal bei Nürnberg in Franken

Zur fränkischen Gemeinde Roßtal gibt es jährliche Kontakte. Anfang Oktober 2014 war eine Gruppe aus Pinnow in Roßtal, um gemeinsam den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit zu begehen. Im September 2015 war die Jugenddiakonin mit einer Jugendgruppe aus Roßtal hier in Pinnow und verbrachte die letzten Tage ihrer Sommerferien hier.

Pinnower und Roßtaler gemeinsam in Roßtal

 

Vouchama in Tansania

Die Kirchengemeinde Vouchama (sprich: Wutschama) in der Same – Region wird seit Jahren von unserer Kirchengemeinde unterstützt. Der Tansania – Kreis sammelt Spenden für karitative Zwecke. 2012 hatten wir zuletzt Gäste aus Vouchama und in diesem Jahr im Juni/ Juli wird wieder einer Gruppe aus unserer Kirchengemeinde nach Tansania reisen.

Bei den Fotoalben dieser Webseite finden Sie Bilder und Eindrücke der Pinnower Tansania-Fahrer.

Pinnower zu Besuch bei Frauen der Witwengruppe in Vuchama

 

Nachfolgend der aktuelle Brief aus Vuchama an die Tansania - Gruppe in Pinnow.

 

"Wir grüßen Euch herzlich im Namen Yesus Christus. Ich hoffe, daß es unseren Freunden und  Bekannten in Pinnow gut geht, daß alle gesund sind und sich das Leben für sie gut gestaltet.

Mit unserem Brief möchten wir uns bei Euch für Euren Brief bedanken und uns dafür entschuldigen,daß wir erst so spät darauf antworten, das möget Ihr uns verzeihen. Beim lesen Eures Briefes haben wir uns sehr gefreut, dass Ihr über verschiedene Möglichkeiten geschrieben habt, die wir haben um unser Leben weiterzuentwickeln und Gott es uns ermöglicht hier auf dieser Erde zu leben. Auch möchten wir uns bedanken für Eure finanzielle Unterstützung um den Plan die Maschine zur Futterherstellung zu kaufen und mit der Futterherstellung für Tiere zu beginnen. Für den Betrag von euch haben wir insgesamt 6,300,000 Tshs bekommen und Gott ist mit uns und segnet unsere Vorhaben. Amen

                                                                Der Bau vom Haus für die Maschine

Für den bau des Hauses zum Betreiben der Maschine konnten bereits 20,000,000 Tshs und wir sind guter Hoffnung, daß der Bau im Januar vollendet werden kann und wir sind im Moment dabei, die Installierung  zum  Stromanschluß mit Tanesco herzustellen. Die Materialien dazu wurden gekauft und es mußten mehrere Strommaste aufgestellt werden und der Elektriker hat bereits begonnen.

Wir glauben, daß wenn mit der Produktion der Futtermittel begonnen wird, die Leute hier eine große Unterstützung erfahren und nicht mehr so weit fahren müssen, um Futtermittel zu kaufen und sich die Kosten damit verringern und damit ihre Tierhaltung mehr Profit abwrfen kann und wir als Kirchgemeinde auch ein zusätzliches Einkommen haben werden.

                                                                 Weitere Bauten für Handelsgüter

Wir haben zwei weitere Bauten, die vor langer Zeit gebaut wurden, aber nie einer Nutzung zugeführt werden konnten. Sie standen sehr lange und es gab einfach keine vernünftige Planung dafür, damit daraus vielleicht ein Einkommen erzielt werden könnte. Nun haben wir ein Gebäude instandgesetzt und insgesamt 10,000 ,000 Tshs investiert und auch ein neues Gebäude gebaut und wollen im Januar beginnen diese zu nutzen. Sie stehen nahe am office und wir wollen sie für business benutzen. "(Ich denke es wird ein stationary shop)"

                                                                  Das tägliche Leben in Vuchama

Wir Ihr ja sicher erinnert, liegt Vuchama im Distrikt Mwanga, mehr in den Bergen von Ugweno und das Leben hier wird bestimmt durch die Einnahemn aus der landwirtschaft und ist sehr abhängig davon, wie ergiebig die kleine und die große Regenzeit ist un din diesem Jahr gab es nur eine durchschnittlichen Regen und die Bauern haben auch nur eine durchschnittliche Ernte eingefahren, doch ohne erhebliche Verluste. Zur Zeit befinden wir uns in der kleinen Regenzeit, doch es regnet viel mehr als sonst und dieser Regen richtet etlichen Schaden an. So wurden einige der Häuser zerstört, Menschen gerieten in das herunterströmende Wasser und einige verloren auch ihr Leben.

Doch die Menschen haben trotz der Schwierigkeiten Mais und Bohnen angebaut, der Mais steht ganz gut, doch bei den Bohnen hat der Regen mehr Schaden angerichtet. Doch auch wenn der Regen Schaden angerichtet hat, so war er gut für die Bananpflanzen und hat auch dafür gesorgt, daß es genug Gras für die Viehzucht gibt.

                                                                                                       Politik

Im vergangenen Jahr am 25. Oktober waren in Tanzania die Wahlen des neuen Präsidenten, die nach der Verfassung alle 5 Jahre stattfinden. Sicher wißt Ihr, daß der letzte Präsident Jakaya Mrisho Kikwete war und seine Amtszeit vor der Neuwahl zu Ende ging. Es war ein großer Wahlkampf, in dem es auch darum ging die schon seit der Unabhängigkeit regierende CCM abzulösen. Es gab zu Beginn zwei Kandidaten von der CCM -Joseph Pombe Magufuli und Edward Ngoyai Lowasa, der dann aber innerhalb des Wahlkampfes in die Oppositionspartei CHADEMA gewechselt ist und sich damit mehr Stimmen versprach. Der Wechsel der Führenden Partei ist nicht gelungen, so konnte Joseph Pombe Magufuli insgesamt 58 % der Stimmen bekommen und Edward Ngoyai Lowasa 39,9 %.                          Es war ein harter Wahlkampf, doch konnten Ausschreitungendurch die Polizei im Zaum gehalten werden.

 

                                                          Geistliches Leben in der Gemeinde

Im geistlichen Leben der Gemeinde gab es verschiedene Ereignisse. Am 18.12.2015 haben wir Konfirmation gefeiert und zwar in der Kirche in Ngofi, die ja zu Vuchama gehört. In diesem Gottesdienst wurden 6 Jugendliche konfirmiert, es wurde auch ein Kind getauft und es fand eine Hochzeit zweier junger Leute statt. Am 21.12.2015 wurden in der Kirche in Vuchama insgesamt 26 Jugendliche konfirmiert und auch 14 kleine Kinder getauft. Nach der Konfirmation gab es am 23.12.2015 dann noch eine Trauung in der Hauptkirche.

Heute während ich den Brief an Euch schreibe gibt es noch eine Veranstaltung mit den Jugendlichen von 14.00-18.00 Uhr und diese Veranstaltungen werden bis zum 31.12.2015 weiter geführt und damit wird das alte Jahr abgeschlossen und ein Neues beginnt.

Wir alle sind angewiesen auf Gottes Hilfe und wir zusammen mit Euch werden das Jahr erfolgreich beschließen und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Euch im Jahr 2016.                                                

Nach meinen kurzen Ausführungen möchte ich Euch gern einladen unsere Kirchgemeinde in Vuchama wieder zu besuchen, denn wir sehen die Liebe und Freundschaft zwischen der Kirchgemeinde Vuchama und Pinow und alle Mitglieder des Partnerschaftsausschusses  bitten um den Segen, dass die, die uns besuchen werden gut hier ankommen .

Gott segne Euch mit den Worten aus Jeremia 32 : 26 : " Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia: Siehe ich der Herr bin der Gott allean Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein ? "

 

 

Georg Wossidlo (Tansaniagruppe) aus Pinnow berichtet Aktuelles:

Über die Partnergemeinde Vuchama will ich nachfolgend etwas berichten. Der Partnerschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Vuchama und der Kirchengemeinde Pinnow wurde im Jahre 2007 hier in Pinnow unterzeichnet.

Vuchama ist eine Kirchengemeinde im ländlichen Gebiet. Im Zentrum der Gemeinde befinden sich eine Kirche, eine Grundschule mit den Kassen 1 bis 7 und gegenüber eine Moschee. Diese wichtigen Gebäude säumen den Dorfplatz, auf dem die  Jugendlichen alle möglichen Spiele, vor allem aber Fußball spielen.

Die Kirchengemeinde hat ein sehr einfaches Kirchengebäude ohne Turm und ein Kirchenbürogebäude mit einem Kirchplatz dazwischen, Hier finden kleine Versammlungen und manchmal Chorproben statt. Wie überall in Tansania sind

die Gottesdienste in den Gemeinden sehr lebhaft. Die Kirchen sind zum Gottesdienst voll besetzt, es wird viel gesungen und mit kleinen Schrittbewegungen auch getanzt. Die Gottesdienste  sind wesentlich länger als bei uns in Deutschland, es gibt ein anderes Zeitempfinden.

In Vuchama wie in anderen Gemeinden auch gibt es eine Witwengruppe. Sie hat sich zusammengefunden, um ihre wirtschaftliche Situation besser meistern zu können. Sie erkannte sehr bald, dass mit der Herstellung und dem Verkauf

einfacher Gegenstände wie Körbe, Matten und Taschen aus Naturmaterialien allein der Lebensunterhalt nicht zu verdienen. Der Besuch einer höheren Schule ab Klassenstufe 7 muss privat bezahlt werden.

Die Witwengruppe hatte daraufhin die Idee, eine kleine Hühnerfarm aufzubauen,um mit den Produkten Eier und Hühnerfleisch zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften. Derartige „Witwenprojekte“ (u.a. AIDS-Witwen und - Waisen) sind in Tansania verbreitet, der Alltag ohne Sozialleistungen ist äußerst beschwerlich.

Sie stellten uns ihre Idee vor und baten unsere Kirchgemeinde, sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Die Herrichtung des Geländes, bauliche Maßnahmen

und die Herstellung von Ziegeln könnten sie mit eigener Handarbeit schaffen. Für die Beschaffung von Kalk, Zement, Armiereisen, Draht und Holz fehlten die Finanzmittel. Gemeinsam wurde ein Kosten- und Finanzierungsplan erstellt. Von  unserer Tansaniagruppe wurden Finanzierungsanträge beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) und unserem Kirchenkreis Mecklenburg  gestellt .und dankenswerterweise auch genehmigt. Den Rest hat die Tansaniagruppe aus Spenden, und Verkäufen von selbstgestalteten Sachen wie Kerzen, Weihnachtsschmuck, Weihnachts- und Tansaniakarten und landestypischen Souveniers auf den Weihnachtmärkten und Gemeindefesten finanzieren können.

In der Zwischenzeit hat die Gemeinde Vuchama mit der Witwengruppe das hängige Gelände terassiert, so dass gebaut werden konnte.

Die Hühnerfarm besteht nun aus kleinen massiven Hühnerställen, dem freien Gelände als Hühnerhof und der Einzäunung einschließlich der erforderlichen Bewässerung. Wenn es auch kleine Rückschläge gegeben hat, die Hühnerfarm gedeiht gut. Die  Produkte werden auf dem Markt in der nächsten Kleinstadt verkauft.

 

Um das Futter effektiver verarbeiten zu können gab es Überlegungen, eine Maisschälanlage und eine Maismühle aufzubauen. Dafür würde ein Gebäude mit den entsprechenden Maschinen und der dazugehörigen Elektroanlage

gebraucht. Diese Maismühlenanlage soll auch den Dorfbewohnern zur Verfügung stehen, um zusätzliche Einnahmen  für die Refinanzierung der Anlage zu erwirtschaften. Das Gebäude für die Maschinenanlage hat die Gemeinde mit der Witwengruppe in Eigenleistung errichtet. Im Zusammenhang mit einem Besuch von Gemeindemitgliedern aus Vuchama hier bei uns in Pinnow wurde von tansanischer Seite die Frage gestellt, ob und in welcher Weise sich die Tansaniagruppe an der Finanzierung der Maschinenanlage beteiligen könnte. Von unserer Seite wurde zugesagt, nach unseren Möglichkeiten eine Unterstützung zu gewähren. Aus dem für derartige Zwecke gebildeten Hilfsfonds konnte eine Spende an Frau Sabine Winkler, Projektberaterin der Nordkirche für die Pare-Diözese in Same, übergeben werden. Damit wir mit unserer Partnergemeinde Vuchama in Kontakt bleiben, wird der Gemeindebrief in wesentlichen Teilen ins Englische übersetzt und an die Gemeinde

geschickt. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten hat es in der Vergangenheit in den Jahren 2007 bis 2012 gegenseitige Besuche gegeben. Deshalb  ist von unserer Seite im Jahr 2016, wahrscheinlich im Juli, wieder ein Besuch in Vuchama geplant.

Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Zur Finanzierung dieser Besuchsreise und zur Unterstützung des laufenden Projekts werden wir  gemeinsam mit der Gruppe  „Flinke Nadeln “ wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sein. An dieser Stelle soll auch der Gruppe „Flinke Nadeln“ gedankt werden, die mit ihren Verkaufserlösen  erheblich zur Finanzierung der Maisbearbeitungsanlage beigetragen hat.

Georg Wossidlo.

 

 

Bygstad in Norwegen

2010 war zuletzt eine Gruppe der Pinnower Kirchengemeinde in Bygstad.

Mit Alt und Jung in Norwegen