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Predigt

Jona und der Wal

Auf dieser Seite finden Sie die jeweilige Predigt des vergangenen Sonntags und weitere Texte und Gebete.

Predigt am 1. Sonntag nach Trinitatis, 6. Juni

Pastor Tom Ogilvie in der Kirche Görslow

 

Jona 1,1-2 und 2,3-11

1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais:

2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen.

3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren und dem HERRN aus den Augen zu kommen.

4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen.

5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.

6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Ob vielleicht dieser Gott an uns gedenken will, dass wir nicht verderben.

7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf's Jona.

8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum geht es uns so übel? Was ist dein Gewerbe und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du und von welchem Volk bist du?

9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.

10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du das getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt.

11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer.

12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist.

13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an.

14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir's gefällt.

15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten.

16 Und die Leute fürchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gelübde.

Jonas Gebet

2 1 Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.

2 Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches

3 und sprach:

Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst und er antwortete mir.

Ich schrie aus dem Rachen des Todes

und du hörtest meine Stimme.

4 Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer,

dass die Fluten mich umgaben.

Alle deine Wogen und Wellen

gingen über mich,

5 dass ich dachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen,

ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen.

6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben,

die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt.

7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen,

der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.

Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt,

HERR, mein Gott!

8 Als meine Seele in mir verzagte,

gedachte ich an den HERRN,

und mein Gebet kam zu dir

in deinen heiligen Tempel.

9 Die sich halten an das Nichtige,

verlassen ihre Gnade.

10 Ich aber will mit Dank

dir Opfer bringen.

Meine Gelübde will ich erfüllen

dem HERRN, der mir geholfen hat.

11 Und der HERR sprach zu dem Fisch und der spie Jona aus ans Land.

 

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Liebe Schwestern und Brüder,

1

Bestimmt kennt Ihr das auch: Ihr habt eine unangenehme Aufgabe vor Euch – einen schwierigen Anruf, die Lohnsteuererklärung, das Lernen für eine Prüfung und tut dann alles Mögliche, um diese Aufgabe zu umgehen. So hat ein Bekannter von mir während seiner Examensvorbereitung das ganze Haus auf Hochglanz gebracht – nur um sich nicht auf seine Prüfung im Fach Kirchenrecht vorbereiten zu müssen.

 

Ein ähnliches Verhalten sehen wir in der Geschichte von Jona. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass seine Aufgabe tatsächlich äußerst unangenehm ist. Gott schickt ihn ausgerechnet nach Ninive, in die Hauptstadt der Assyrer. Ninive stand für alles, was einem Israeliten zuwider sein musste.

 

Ninive war das Zentrum der militärischen Großmacht, die immer wieder unsagbares Leid über Israel gebracht hat. Von den Niniviten wird erzählt, dass sie ihre Feinde folterten und ihre Körper an der Außenseite der Stadt aufhängten. Ninive stand für alles, was böse und gottlos war und so gab es in dieser Zeit eine starke Strömung in Israel, für die es ganz wichtig war, zu diesem Volk und zu diesen Menschen Distanz zu halten. Dieser Abstand zu den Gottlosen stärkte gleichzeitig die eigene Identität.

 

Wir kennen dieses Gefühl auch heute: Es fühlt sich gut an, auf der richtigen Seite zu stehen und sich abzugrenzen von „den Bösen“. Genau für diese Einstellung steht Jona. Von daher ist es nachvollziehbar, dass Jona diesen Auftrag nicht nur ignoriert, sondern regelrecht die Flucht ergreift. Er besteigt ein Boot, das ihn exakt in die entgegengesetzte Himmelsrichtung führen soll. Statt nach Osten Richtung Ninive chartert er ein Schiff Richtung Westen. Nach Tarsis, an die Westküste Spaniens.

2

Aber Gott lässt nicht locker. Nachdem Jona die innere Stimme ignoriert hat, redet Gott auf eine noch deutlichere Weise: Er schickt einen schweren Sturm, der die Schiffsbesatzung in Todesangst versetzt. Auch vor dem Sturm versucht Jona zu fliehen, indem er sich in den unteren Teil des Schiffes zurückzieht, die Augen schließt und schläft. Einfach nichts sehen und hören.

 

Wenn die Wirklichkeit zu bedrohlich wird, einfach die Augen schließen und dieser Wirklichkeit entfliehen. Jona schläft, ein anderer findet diese Flucht vor der Wirklichkeit, indem er sich in ständige Ablenkung und Arbeit stürzt, nur um sich nicht selbst begegnen zu müssen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Stimme in unserem Inneren zu übertönen und zu betäuben.

 

Jona steckt in der verzweifelten Situation eines Menschen, der in seinem tiefsten Inneren spürt, was seine Bestimmung und seine Wahrheit ist, der aber vor lauter Angst nicht in der Lage ist, sich dieser Wahrheit zu stellen. Eine Situation, die sich auch heute erleben lässt, wenn jemand spürt, was sein eigentlicher Weg ist, aber aus Angst, Misstrauen oder scheinbarer Vernunft es nicht wagt, auf diese Stimme zu hören.

3

Aber so wenig, wie sich diese innere Stimme auf Dauer ausschalten lässt, so kann auch Jona seinem Auftrag nicht entkommen. Jona wird schließlich geweckt – und per Losverfahren erkennen die Seeleute, dass er der Grund für das Unwetter ist.

Spätestens, als er sich den anderen Seeleuten vorstellen muss, wird deutlich, wie absurd die ganze Situation ist. Jona sagt: „Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat“.

 

Zumindest in der Theorie glaubt er an einen Gott, der jeden Winkel der Wirklichkeit umfasst. Aber gleichzeitig versucht er vor diesem allgegenwärtigen Gott und vor dieser Wirklichkeit zu fliehen. Dazu kommt, dass die ganze Situation an sich schon fast Comedy-Qualität hat: Derselbe Jona, der sich weigert, ins heidnische Ninive zu gehen, gerät auf der Flucht auf ein Schiff voller heidnischer Seeleute, die an fremde Götter glauben. Das Schiff ist ein Miniatur-Ninive.

 

Dies alles irritiert, wenn man bedenkt, dass die heidnischen Seeleute deutlich mehr Gottesfurcht an den Tag legen als der ach so „fromme“ Jona. Während sie beten, schläft Jona. Und schließlich rufen Sie sogar Jonas Gott um Hilfe an.

Schon hier wird Jonas Weltbild, seine klare Unterscheidung zwischen „den Guten“ und „den Bösen“ komplett infrage gestellt. Und doch weigert sich Jona standhaft, seinen Weg nach Ninive anzutreten. Lieber ist er bereit zu sterben. So bittet Jona die Seeleute darum, ihn ins Meer zu werfen. Und sofort beruhigt sich das Meer. Die Flucht des Jona ist zu Ende.

4

Aber seine Geschichte mit Gott geht weiter. „Aber der Herr ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen.“ Auch wenn Jona im Bauch des Fisches überlebt, befindet er sich doch in einer Situation, die einer Todeserfahrung sehr nahekommt. Jona ist von völliger Dunkelheit umgeben. Er hat keinerlei Kontrolle und keine Fluchtmöglichkeit mehr. Und genau diese Situation der Machtlosigkeit ist der Wendepunkt in der Geschichte des Jona.

 

Wenn ich mich mit Menschen über Situationen unterhalte, die ihren Lebensweg am meisten geprägt haben, erzählen sie in der Regel nicht von ihren großen Erfolgen, nicht vom Urlaub mit Vollpension oder der letzten Beförderung.

Sie erzählen von den Punkten im Leben, in denen auf einmal alle Sicherheiten weggebrochen sind. Sie erzählen vom Verlust des Arbeitsplatzes, von einer schweren Erkrankung. Vom Tod eines geliebten Menschen. Sie erzählen von gescheiterten Plänen und Träumen. Von Tiefpunkten, an denen es scheinbar nicht mehr weiterging.

 

Manchmal entdecken wir im Nachhinein, dass solche „Fischbauch-Erfahrungen“ dazu beigetragen haben, unseren ganz persönlichen Weg zu finden.

Es geht in diesem Teil der Geschichte nicht um die Frage, ob es möglich ist, ob ein Mensch drei Tage im Bauch eines großen Fisches überleben kann. Es geht um die Erfahrung einer tiefen Dunkelheit. Die Erfahrung, an einem dunklen Ort zu sein, abgeschnitten von allen Fluchtmöglichkeiten und von aller Kontrolle. Wohl kaum jemand würde so einen Ort freiwillig aufsuchen.

 

Aber dieser dunkle Ort der Verzweiflung kann gleichzeitig zu einem Ort der Stille, des Zuhörens und der Verwandlung werden. Die Mystiker nennen diesen Ort die „dunkle Nacht der Seele“. Die australische Schriftstellerin Adèle Green bringt es so auf den Punkt: „Auf der Reise durch die dunkle Nacht der Seele lernen wir, wer wir sind, ohne dass uns das Jemand erzählt.“

 

Jona erlebt in der Dunkelheit des Fischbauches eine solche Verwandlung. Zum ersten Mal in der ganzen Geschichte sucht er den Kontakt zu Gott: „Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst“. Im Moment völliger Machtlosigkeit, am Ende aller Fluchtversuche erfährt Jona die Gegenwart Gottes zum ersten Mal nicht als Bedrohung, sondern als liebevollen Trost.

In den drei Tagen und Nächten im Bauch des Fisches erlebt er eine Verwandlung, an deren Ende ein Neuanfang steht. Wie bei einer Geburt wird er aus dem Bauch des Fisches herausgeworfen, um sich dann auf den Weg zu machen, zu dem Gott ihn gerufen hat.

5

Dabei ist die Verwandlung, die im Bauch des Fisches begonnen hat, noch nicht abgeschlossen. Jona nimmt auf seinem Weg nach Ninive viele seiner alten Vorurteile und Widerstände mit. Auch im weiteren Verlauf wird Jona sich selbst und Gottes Auftrag immer wieder im Weg stehen, weil er Gottes Güte gegenüber seinen Feinden nur schwer akzeptieren kann.

 

Aber er macht sich auf den Weg, weil er im Bauch des Fisches entdeckt hat, dass Gottes liebevolle Hand auch bis an die tiefsten Orte hinabreicht – selbst bis zu den Menschen in Ninive – und sogar bis in die Tiefen von Jonas eigenem Herzen, dass sich so schwertut mit dem Weg hin zu den Feinden.

Schritt für Schritt lernt Jona, dass Gottes Herz größer ist als seine engen Vorstellungen und Abgrenzungen. Mit Hartnäckigkeit und Humor spricht Gott immer wieder zum widerwilligen Jona, dem es schwerfällt, seine inneren Grenzen und Widerstände zu überwinden und ein Bote zu sein für Gottes grenzenlose und leidenschaftliche Liebe zu allen Menschen.

 

Gott spricht zu Jona durch den Sturm, er benutzt heidnische Seeleute, den dunklen Bauch eines Fisches und die Erfahrung des völligen Scheiterns – und im späteren Verlauf des Buches sogar einen Rizinusstrauch und einen Wurm, um diese Botschaft zu vermitteln und das Herz des Jona zu weiten.

So lädt uns das Jonabuch bis auf den heutigen Tag dazu ein, wachsam zu sein für das Reden Gottes in unserem Leben und für die unzähligen Momente und Situationen, in denen er unser Herz weiten und berühren möchte.

 

Wie bei Jona spricht Gott auch zu uns – durch die leise Herzensstimme, durch andere Menschen, durch Lebensstürme und manchmal auch durch die dunkle Nacht der Seele.

Er spricht auch heute in Situationen hinein, in denen wir auf der Flucht sind vor ihm und vor uns selbst und in denen wir unbarmherzig auf andere Menschen herabschauen.

 

In allem, was geschieht, ruft er uns wie Jona zurück zu unserer Bestimmung: Dass wir immer mehr zu weitherzigen und liebenden Menschen werden, die etwas von Gottes großer Menschenfreundlichkeit widerspiegeln.

 

Amen

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

 

 

 

 

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

 

 

 

 

 

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Fürbittgebet angesichts der Verbreitung von COVID-19

 

O Gott, unser Heiler, zeige dein Erbarmen für die ganze

Menschheitsfamilie, die in Unruhe und mit Krankheit und Angst belastet ist.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Hilf uns während sich der Coronavirus weltweit ausbreitet,

heile diejenigen, die krank sind,

unterstütze und schütze ihre Familien und Freunde vor einer Ansteckung.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Schenke uns Deinen Geist der Liebe und Selbstverantwortung,

damit wir gemeinsam das Coronavirus bekämpfen und ausrotten können.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Lass uns wachsam, achtsam und proaktiv bei der Ausrottung aller

Krankheiten sein, Malaria, Dengue, HIV und Aids und anderer,

die Leid verursachen und oft zum Tod vieler Menschen führen.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Heile unsere Selbstbezogenheit und Gleichgültigkeit,

die uns nur dann beunruhigt, wenn das Virus uns bedroht,

öffne Wege jenseits von Zaghaftigkeit und Angst,

wodurch wir unsere Nächsten allzu leicht ignorieren.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Stärke und ermutige diejenigen,

die im öffentlichen Gesundheitswesen und im medizinischen Bereich tätig sind:

Pflegekräfte, Krankenpflegepersonal, Betreuende, Ärzte, alle, die sich für die

Bedürfnisse der Kranken und ihrer Familien einsetzen.

Höre unser Rufen, o Gott,

Erhöre unser Gebet.

Inspiriere alle Forschenden, die an der Entwicklung eines Impfstoffs arbeiten,

gib ihnen Erkenntnisse und Hoffnung.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Unterstütze alle Arbeitnehmenden und Geschäftsleute,

die aufgrund von Schließungen, Quarantänen, geschlossenen Grenzen und anderen

Einschränkungen in ihrem Lebensunterhalt gefährdet sind ... schütze und

bewahre alle, die reisen müssen.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Leite die führenden Politikerinnen und Politiker der Nationen, dass sie die Wahrheit sagen,

die Verbreitung von Fehlinformationen unterbinden und

gerecht handeln, damit die ganze Menschheit Heilung erfahre.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Heile unsere Welt, heile unsere Körper, stärke unsere Herzen und unseren

Geist und gib uns inmitten des Aufruhrs Hoffnung und Frieden.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Halte in deiner sanften Umarmung alle fest, die gestorben sind und die

heute sterben werden. Tröste ihre Lieben in ihrer Verzweiflung.

Höre unser Rufen, o Gott,

    Erhöre unser Gebet.

Gedenke in deiner Liebe der Schwestern und Brüder,

der gesamten Menschheit und deiner ganzen Schöpfung.

Amen!

 

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Gebet:

Guter Gott, du bist in unserer Mitte,

dein Wort öffnet Wege, verspricht neuen Mut.

    Gott, dir sei Dank.

Nun aber bitten wir, für unsere Kinder, bewahre sie,

für unsere Alten, behüte sie,

für alle, die in der Mitte des Lebens stehen, stärke sie,

nimm dich unser an.

Gib Ruhe in aufgewühlten Seelen,

Vernunft in hektische Gedanken,

schenke Besonnenheit in allem Tun.

    Gott, höre unser Gebet.

Guter Gott, du bist in unserer Mitte,

dein Wort öffnet Wege, verspricht neuen Mut.

    Gott, dir sei Dank.

Nun aber bitten wir, für alle, die Verantwortung tragen, in Politik, Medien und Wirtschaft, stärke sie,

für die, die Dienst tun in Kliniken, Rettungsdiensten,

bei Polizei und Feuerwehr, Lebensmittelgeschäften und Apotheken, schütze sie,

für alle, die Dienst tun für unsere Kommune, hilf helfen,

nimm dich ihrer an.

Gib Ruhe in aufgewühlten Seelen,

Vernunft in hektische Gedanken,

schenke Besonnenheit in allem Tun.

Gott, höre unser Gebet.

(Übernommen von: Evangelisches Pfarramt Ahlbeck-Zirchow auf Usedom)